LA PALMA - FASZINIERENDE VULKANE

Im Herzen der Kanareninsel La Palma liegt der Nationalpark der Caldera de Taburiente mit einem der größten Erosionskrater der Welt. Mehr als 2.000 Meter hoch ragen die Ränder des Vulkans in den kanarischen Himmel. Doch das ist längst nicht alles: Im Gegensatz zum spektakulären Krater bietet der Süden von La Palma viele kleinere Vulkane. 1971 kam es hier zum letzten Ausbruch.

Im Süden der Isla Bonita - wie La Palma auch genannt wird - ist die Landschaft geprägt von Lorbeerwäldern, lichten Kiefernbeständen und Ginsterbüschen. Eine Kette dunkler Vulkankegel durchläuft die Insel von Nord nach Süd: Die Cumbres Vieja und Nueva. Vom Kamm der Bergkette aus ziehen mächtige Lavaströme bis ans Meer. An die 120 Vulkane bilden den Gebirgszug der Cumbre Vieja. Auf dem Grat verläuft die Route der Vulkane. Kaum eine andere Wanderroute gibt faszinierendere Einblicke in die geologische Geschichte der Insel. ...

Der Weg beginnt am Refugio del Pilar am Fuß des 1.808 Meter hohen Birigoyo. Von dem perfekt geformten Vulkankegel ergibt sich ein wunderbarer Blick über die erkalteten Lavaströme. Inmitten eines lichten Kieferwaldes führt die Route rund um den Kegel in süd-westliche Richtung. Schmal ist der Weg zum Kraterrand. Schwarze Erde, Farne, Ginsterbüsche und niedrige Kiefern säumen den Wegesrand - in der Ferne die hohen Ränder der Caldera de Taburiente. Durch Kiefernhaine geht es auf einem weichen Nadelteppich aufwärts: Im Hintergrund die Bergkette Los Charcos, darunter die weiten Bananenplantagen der Westküste.
Der tief eingeschnittene Krater des Hoyo Negro ist erreicht. Beim Herantreten an den Rand heißt es Vorsicht walten lassen, denn der Boden ist hier recht brüchig. Eine unwirkliche, dunkle Mondlandschaft bis zum Gipfel des Deseada folgt. Hier oben schwebt die Stille über den weiten Hängen. Die Vulkanberge färben sich je nach Lichteinstrahlung vom Rötlichen bis ins tiefe Violett. Der Blick ist fantastisch. Die gesamte Bergkette bildet das Panorama: Vom Pico Birigoyo im Norden bis zu den Vulkanen der Costa de Fuencaliente.

Weiterer Routen-Höhepunkt: Der Volcán Martín. Seine dunklen, sanft abfallenden Hänge sind in gleißendes Sonnenlicht getaucht, die hellgrünen Kiefern am Fuß des Vulkans blitzen als leuchtende Farbpunkte auf der schwarzen Erde. In wenigen Minuten lässt sich der Gipfel erklimmen. Bleibt man nach dem Abstieg auf der Piste weiter südwärts, so ist nach einer guten halben Stunde der südlichste Ort der Insel, Fuencaliente, erreicht. Hübsche, weiß getünchte Häuser leuchten schon von weitem zwischen Kiefernwäldern und dunklen Lavaflächen. Hier tut es gut, die müden Beine auszustrecken und ein Glas des hervorragenden Weins zu genießen, für den der Ort bekannt ist.

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